Aktuelle Studie zur Breitensportentwicklung und Sportstättenplanung liegt vor

Die Vereinsbefragung: Grundlagen der Studie / Teil 1

Wie sieht der Sport aktuell und zukünftig in der DG aus? Welche Schwerpunkte ergeben sich aus der alltäglichen Arbeit? Mehr als 25 % der insgesamt 257 Vereine haben sich an der Umfrage beteiligt und sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.

Mehr als 25 % der insgesamt 257 Vereine haben sich an der Umfrage beteiligt und sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Zu den Fragekomplexen der Umfrage gehörten u.a. die Bereiche

  • Vereinsstruktur und -entwicklung
  • Ehrenamt
  • Dienstleistungen im und für den Sport
  • Sportstätten

Mitgliederstruktur

Die Sportvereine weisen eine relativ stabile Mitgliederstruktur mit Zuwächsen im Kinder- und Jugendbereich sowie bei Frauen über 65 Jahren auf.

Vielfältiges Angebotsportfolio

Fotolia_51525864_M_C_Julien_Eichinger

Berücksichtigt werden ganz unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Lediglich in den Bereichen Behindertensport sowie bei Eltern-Kind-Angeboten sind dauerhafte Angebote wenig stark verbreitet.

Neue Sportangebote werden primär zur Mitgliedergewinnung entwickelt. 20 Prozent der befragten Vereine konnten diese bereits umsetzen. Bei alternativen Sport- und Bewegungsangeboten handelt es sich meist um naturbezogene Angebote. Hierzu gehören auch Spiel- und Sportfeste.

Arbeits- und Funktionsweise

Ein Fünftel der Vereine nutzt professionelle Dienst- und Beratungsleistungen gegen Entgelt, allen voran die Steuerberatung. Etwa die Hälfte verfügt über ehrenamtliche Mitarbeiter mit besonderen Qualifikationen. Hierzu zählen u.a. Mitglieder mit Qualifikationen im Handwerk, Steuerwesen oder Buchhaltung.

Worin sehen die Vereine ihre 5 wichtigsten Aufgaben für die Zukunft?

  1. Mitgliederstand halten
  2. neue Mitglieder gewinnen
  3. Natur nicht belasten
  4. Sportanlagen pflegen
  5. Attraktivität erhöhen

Verein und Ehrenamt

Wie die Umfrage ergeben hat, herrscht in 38 Prozent der Vereine eine mangelnde Bereitschaft zu ehrenamtlicher Mitarbeit.

Fast ein Drittel der Vereine mussten deshalb Satzungsänderungen bzw. organisatorische Änderungen vornehmen. Positionen blieben unbesetzt oder mussten gebündelt werden. Negative Auswirkungen auf das sportliche Angebot bleiben dabei nicht aus.

Kontakt mit dem Ministerium der DG

In den letzten drei Jahren haben die Sportvereine meistens Ehrungen verdienter Mitglieder durch das Ministerium in Anspruch genommen. Für etwa ein Drittel war es Ansprechpartner für die Ausbildung von Organisationsleitern sowie bei der Förderung internationaler Begegnungen.

Die Leistungen und Angebote des Ministeriums wurden dabei meist positiv bewertet. Etwa 20 Prozent sehen Lücken im Angebots- und Leistungsspektrum des Ministeriums, betreffend

  • Informationen über vorhandene Leistungen
  • finanzielle Unterstützung für die Vereine
  • Verminderung der administrativen Aufwendungen
  • dem Trainermangel im Breitensport entgegenwirken
  • Versicherungsschutz

Sportstätten – ein großes Thema für die Vereine

Für die Sportvereine besteht vor allem Bedarf an zusätzlichen Nutzungszeiten im Bereich der Schwimmhallen und der Sportplätze.

Mehr als die Hälfte der Sportvereine stellen einen Sanierungsbedarf an vereinseigenen Sportanlagen in den nächsten drei Jahren fest. Allerdings verfügt nur etwa ein Drittel der Sportvereine über eine Finanzplanung für solche Bau- und Sanierungsmaßnahmen.

38,1 Prozent der Vereine haben bereits Sanierungsmaßnahmen an vereinseigenen Sportstätten durchgeführt. Die Finanzierung erfolgte hauptsächlich über Eigenkapital und Zuschüsse der Gemeinde.

Wie schätzen die Vereine ihre Finanzsituation grundsätzlich ein?

Insgesamt sehen sich die Sportvereine in der DG finanziell gut aufgestellt. Nur elf Prozent schätzen die finanzielle Situation als weniger gut bzw. schlecht ein. 90 Prozent der Sportvereine haben allerdings keinen langfristigen Finanzplan.

Zur Sicherstellung ihrer Finanzen planen die Sportvereine in der DG vor allem die Beantragung von Fördermitteln sowie die Akquise von Sponsoren.

Vereinsbefragung