03.10.2018

Gesunde Ernährung

Peace Food kommt ohne Fleisch aus

Mehr Fitness und Wohlbefinden: Peace Food ist ein Ernährungsprinzip, das auf Fleisch und Milch verzichtet und damit Körper und Seele heilen will. Ein Vortrag in der Europäischen Woche des Sports erklärte, weshalb und wie das funktionieren soll.

Im Jahr 2011 veröffentlichte der der Arzt Rüdiger Dahlke das Buch "Peace Food". Es will zeigen, dass eine auf Fleisch und Milch basierende Ernährung krank macht. Wer dagegen, so Dahlke, weitgehend auf tierische Nahrungsmittel verzichtet, tut sich selbst viel Gutes. Worauf diese These basiert und wie man sie umsetzen kann - das erläuterte die Heilpraktikerin Heike Esfahlani-Ehlert am 28. September im Hauseter Atelier Regenbogen.

Das Konzept Peace Food bezieht sich sehr stark auf die China Study: Forschungen, die während der 1970er und 1980er Jahre im ländlichen China durchgeführt wurden, wo man sich damals fast ausschließlich von pflanzlichen Produkten ernährte. Die China Study, verfasst 2004 vom britischen Biochemie-Professor T. Colin Campbell, kam in ihrem Fazit zu dem Ergebnis, dass schwere Krankheiten, beispielsweise Krebs, Herzschädigungen, Diabetes, Alzheimer und Osteoporose wohl deutlich seltener vorkommen, wenn weniger tierische Lebensmittel konsumiert werden.

Wichtig ist allerdings der ganzheitliche Ansatz. Peace Food betrachtet unseren Körper und unsere Seel, aber auch die Umweltprobleme und das Wohl der Tiere. Heike Esfahlani-Ehlert 

Alles ganzheitlich betrachten

Das Referat erläuterte detailliert, welche Substanzen in tierischer Nahrung die verschiedenen Krankheiten nach Lehrmeinung des Peace Food-Konzeptes hervorrufen können. "Wichtig ist allerdings der ganzheitliche der Ansatz", betonte Heike Esfahlani-Ehlert. "Peace Food betrachtet unseren Körper und unsere Seele, aber auch die Umweltprobleme und das Wohl der Tiere." Im Fleisch, das wir essen, seien auch Stresshormone und das Leid enthalten, dass den Tieren in der Massenhaltung und zuletzt im Schlachthof angetan wird.

Im Gegenzug präsentiert Peace Food auch zahlreiche Möglichkeiten, auf Fleisch und Milch weitgehend oder ganz zu verzichten - und trotzdem gut und vor allem sehr gesund zu essen. Ein Beispiel sind Nahrungsmittel, die uns regelmäßig mit Ballaststoffen versorgen und damit den Darm gesund erhalten. Oder solche, die Antioxydantien enthalten und damit dem Krebs vorbeugen sollen. Dabei steht Peace Food durchaus für leckeres und vergnügliches Essen - auf der Basis vollwertiger Kohlenhydrate und von hochwertigem pflanzlichen Eiweiß. "Man muss das alles nicht zu eng sehen", resümierte Heike Esfahlani-Ehlert. "Aber vielleicht probiert man einfach mal ein paar vegane Anregungen aus und prüft dabei, ob es nicht nach und nach auch anders geht."

Sich bewegen, gesund bleiben

Mit der 4. Europäischen Woche des Sports will die Europäische Kommission die Bürger dazu ermuntern, Sport und Bewegung regelmäßig in den eigenen Alltag einzubinden - denn nur wer sich bewegt, kann auf Dauer gesund leben.

In Ostbelgien wird die Europäische Woche vom Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft koordiniert. Viele Sportanbieter öffnen ihr Training zum Schnuppern und Kennenlernen. Damit man dabei möglichst viele Angebote testen kann, wird in Ostbelgien die Europäische Woche des Sports auf insgesamt drei Wochen ausgedehnt.