Fragen

Wie gefährlich ist Doping?

Doping ist sehr gefährlich!

Je mehr du dich über Dopingmittel informierst und dein Wissen nutzt, desto geringer ist dein Risiko in die "Dopingfalle" zu tappen.

All diejenigen, die denken, Doping sei relativ harmlos, sollten sich den späteren Gesundheitszustand von gedopten Sportlern anschauen. Deren Zukunft als Pflegefall, an Krücken oder im Rollstuhl ist sehr wahrscheinlich. Die Nebenwirkungen der verschiedenen Dopingsubstanzen werden oft extrem unterschätzt. Für diese Fehleinschätzung zahlen Athleten immer wieder mit dem Leben.

Macht Doping abhängig?

Mehr als man glaubt!

Die Mittel selbst müssen dabei noch nicht einmal süchtig und abhängig machen. Was mit ihnen erreicht werden kann, könnte jedoch eine süchtig machende Wirkung entfalten: Erfolg, Ruhm, Beliebtheit, der Ausstoß von Adrenalin im Wettkampf und von "Glückshormonen" nach Siegen - das Gefühl, oben zu sein! Sie können der Anlass sein, leistungssteigernde Medikamente, die für sich genommen keine Suchtwirkung entfalten, immer weiter einzunehmen. Werden diese Medikamente abgesetzt, kann das Gefühl körperlicher Stärke schwinden und die Sportler leiden dann nicht selten unter Depressionen und Schwächegefühl.

Es hat in der Vergangenheit bereits einige Todesfälle im Spitzen- aber auch im Breitensport gegeben, die in direktem oder indirektem Zusammenhang mit dem Konsum von Dopingmitteln stehen.

Wann ist das Risiko der Abhängigkeit am größten?

  • wenn man in ein neues Umfeld wechselt.
  • wenn einen Verletzungen zurückwerfen.
  • wenn Ziele zu hoch gesteckt und unerreichbar sind.
  • wenn Angst vor dem Karriere Ende und vor der Zeit danach aufkommt.
  • wenn durch zu hohe Risikobereitschaft dem Leistungssport zu viel und der Berufsausbildung zu wenig Bedeutung beigemessen wird.

Warum gibt es ein Dopingverbot?

Weil Doping Betrug ist.

Das Dopingverbot gehört zu den wichtigsten Spielregeln im Sport. Wer diese Regeln - bewusst oder unbewusst - missachtet, handelt gegen Fairplay und Ethik im Sport. Wer dopt, schadet seiner Gesundheit, denn er belügt und gefährdet sich selbst! Letztendlich ist Doping nicht nur Betrug an sich selbst, sondern auch am Sport, an den Gegnern, an Veranstaltern, am eigenen Team, am Publikum, an Sponsoren, usw.

Weshalb dopen sich Sportler/innen?

Unter anderem, um schnell Erfolg zu haben.

Sportlerinnen und Sportler dopen sich, weil sie ihre natürlichen Grenzen hinausschieben oder schneller zu Erfolgen kommen wollen. Viele Sportlerinnen und Sportler fühlen sich von den Erfolgserwartungen ihres Umfelds überfordert. Die zunehmende Professionalisierung, Kommerzialisierung und das große Medieninteresse üben einen solchen Druck auf die Athleten aus, dass diese sich oft zum Doping überreden lassen. Von dieser Problematik sind vor allem junge Sportler/innen betroffen!

Der schnelle Griff zu verbotenen Mitteln, mit denen sich der gewünschte Erfolg vermeintlich leichter einstellt, liegt nahe.

Natürlich besteht auch der Fall des Dopings ohne Wissen der Betroffenen.

Dopen Frauen anders als Männer?

Es gibt große Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Frauen treffen seltener eine selbstständige Entscheidung sich der Versuchung "Doping" hinzugeben. Häufig ist eine "Vertrauensperson" und "Autorität" ausschlaggebend, die der Sportlerin diese Entscheidung abnimmt. Bei Athletinnen ist also der Weg zur Einnahme von Dopingmitteln wesentlich mehr fremdbestimmt als "freiwillig".

Bei den männlichen Athleten wird Doping zwar auch häufig dadurch herbeigeführt, dass Stück für Stück Hemmschwellen abgebaut werden, aber - etwas überspitzt formuliert – man könnte sagen: Männer dopen - Frauen werden gedopt!

Was muss ich beim Arztbesuch beachten, wenn ich krank bin?

Die Dopingliste mit den verbotenen Substanzen.

Kranke Sportler müssen gezielt mit den erforderlichen Medikamenten behandelt werden. Die Einnahme von Medikamenten mit Substanzen, die in der Dopingliste aufgeführt sind, ist auch unter ärztlicher Behandlung grundsätzlich verboten, sofern die Sportler noch im Wettkampf stehen. Sportler, die einer Dopingkontrollpflicht unterstehen, müssen bei medizinischen Behandlungen den Arzt oder Apotheker über diese informieren.

Es ist Aufgabe jedes Sportlers, sich über die Dopingregeln und -liste zu informieren, sich zu vergewissern, dass jedes Medikament oder sonstige Präparat keine verbotenen Substanzen enthält! Genauso sollten sich die Athleten vergewissern, dass ihre Betreuer sowie Ärzte ebenfalls über die Dopingregeln informiert sind!

Sind gedopte Sportler Opfer oder Täter?

Häufig ist der gedopte Athlet beides.

Sollte die Dopingprobe positiv sein, ist klar, dass sich im Körper des Athleten eine verbotene Substanz befindet. Nun ist es nicht immer einfach zu erkennen, ob der Sportler Täter oder Opfer ist. Häufig ist der gedopte Athlet beides. Wird der Athlet von seinem Trainer oder Arzt ohne sein Wissen gedopt, dann ist er eindeutig Opfer und nicht Täter, obwohl seine Probe positiv ist! Er kann dann versuchen, seine Unschuld nachzuweisen. Die überführten Sportler werden aber immer die Hauptlast zu tragen haben: die Sperre und das verlorene Gesicht in der Öffentlichkeit! Der Sportler selbst ist also letztendlich für alles verantwortlich, was in seinem Körper vorgefunden wird. Der aus Eupen stammende Prof. Dr. Axel Urhausen meint: "Jeder ist selbst verantwortlich für das, was er tut."

Wann gilt es als Verstoß?

Auflistung einiger Fälle:

  • die Anwendung oder auch nur der Versuch der Anwendung einer verbotenen Substanz oder einer verbotenen Methode
  • die Verweigerung oder Nichterfüllung einer Dopingkontrolle ohne eine entsprechende Begründung.
  • die Nichtverfügbarkeit bei Kontrollen außerhalb des Wettkampfes bzw. das Nichteinhalten der Aufenthaltsmeldepflicht.
  • der Betrug oder der Versuch eines Betruges bei der Dopingkontrolle
  • der Besitz von verbotenen Substanzen oder die Weitergabe verbotener Substanzen
  • die Mitbeteiligung oder Ermutigung eines Dritten, gegen die Anti-Doping Regeln zu verstoßen

Disqualifikation bei Dopingvergehen?

Ein positiver Test zieht automatisch Disqualifikation und Rückgabe von Medaillen nach sich.

In dem Moment, in dem ein Athlet positiv getestet ist, gilt er als überführt.

Dabei ist es egal, ob dem Athleten eine schuldhafte Einnahme nachgewiesen werden kann oder nicht. Die juristische Formel "Im Zweifel für den Angeklagten" gilt hier nicht.

Schon die Präsenz des Dopingmittels bedeutet einen unfairen Vorteil gegenüber einem "sauberen" Athleten. Somit sind die Strafen hart. Ersttätern droht eine Höchststrafe von zwei Jahren, im Wiederholungsfall die lebenslängliche Sperre!

Wo finde ich Hilfe?

Wenn du dich nicht dopst und trotzdem Veränderungen an dir verspürst, dann besprich dies sofort mit dem Arzt deines Vertrauens. Wenn du von einem Freund/einer Freundin weißt, dass diese/r sich dopt und er/sie ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommt, dann veranlasse ihn/sie zur Offenheit gegenüber dem Arzt!

Im Zweifelsfall kann diese Offenheit dein oder dessen Leben retten!

Flyer-DOPING-Deutschsprachige Gemeinschaft

Im Downloadbereich finden sie den Flyer der Deutschsprachigen Gemeinschaft "Dumm Dümmer Doping"