Anti-Doping

Sportler müssen für gewisse Medikamente und Behandlungen das OK einholen

Jeder wird mal krank, geht zum Arzt und kriegt Medikamente verschrieben. Als Sportler müssen Sie aufpassen, dass Sie keine laut WADA-Code verbotenen Substanzen einnehmen. Sie können aber eine medizinische Ausnahmegenehmigung beantragen.

Der Welt-Anti-Doping-Agentur legt die Liste der verbotenen Substanzen fest und bestimmt somit, welche Doping-Mittel und -Methoden verboten sind. Bei bestimmten Krankheitsbildern können Sie als Sportler allerdings eine medizinische Ausnahmegenehmigung beantragen. Wichtig ist, dass Sie den Antrag stellen, bevor Sie das Mittel einnehmen.

Das Verfahren ist für alle Sportler weltweit gleich. Der so genannte Internationale Standard für Medizinische Ausnahmegenehmigungen steckt hier den Rahmen ab. Sie können ihn unter „Mehr zum Thema“ herunterladen.

Antrag stellen

Befinden Sie sich in einer medizinischen Behandlung (nach einer Operation, Krankheit, usw.), fragen Sie zunächst Ihren behandelnden Arzt, ob die verwendeten Produkte verbotene Substanzen enthalten.

Sollte dies der Fall sein, lassen Sie das Antragsformular durch Ihren behandelnden Arzt ausfüllen. Dann senden Sie es spätestens 30 Tage, bevor Sie an einem Wettkampf, einer sportlichen Veranstaltung oder einem Training teilnehmen, mit allen erforderlichen Dokumenten (Untersuchungsbericht) per Mail oder Einschreiben an die Nationale Anti-Doping-Organisation (NADO) der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG). Diese befindet sich im Ministerium in Eupen.

Anträge bearbeiten: national oder international?

Sie starten als Sportler auf nationaler Ebene und sind Mitglied der nationalen Zielgruppe der DG? Dann bearbeitet in der Regel die NADO der DG Ihre Anträge auf medizinische Ausnahmegenehmigung.

Sie gehen als Athlet international an den Start und gehören einem internationalen Testpool an? Dann ist der internationale Sportfachverband für Sie zuständig.

In gewissen Fällen kann die NADO der DG die Genehmigung für internationale Sportler erteilen. Vorab muss der internationale Sportfachverband sein Einverständnis geben.

Die NADO der DG arbeitet mit der ONAD der Französischen Gemeinschaft zusammen, um die medizinischen Ausnahmegenehmigungen zu prüfen.