Anti-Doping

Dopingdekret 2016

Am 1. März 2016 ist ein neues Dopingdekret für die Deutschsprachige Gemeinschaft in Kraft getreten.

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Die Welt-Anti-Doping Agentur (WADA) erarbeitet und stellt das weltweit einheitliche Reglement für Anti-Doping-Maßnahmen. Die WADA hat ihr Regelwerk vollständig reformiert, indem sie sich umfassend mit der Sportbewegung und den Regierungen beraten hatte. Der Anti-Doping-Code ist am 1. Januar 2015 für alle Unterzeichner, darunter die nationalen Anti-Doping-Organisationen (NADOs) und die internationalen Sportfachverbände, in Kraft getreten.

Dies gilt auch für die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG). Denn sie hat das internationale UNESCO-Übereinkommen gegen Doping im Sport ratifiziert und die so genannte Kopenhagener Erklärung unterzeichnet.

Übersichtlich bleiben: ein neues statt ein überarbeitetes Dekret

Die WADA hat den Code sehr grundlegend verändert. Damit die DG die Vorschriften des stark überarbeiteten Codes einhält, hat sie ein neues Dekret und einen dazugehörenden Erlass verabschiedet. Diese neue Gesetzesgrundlage berücksichtigt dabei die lokalen Gegebenheiten und ersetzt das Dekret vom 16. Januar 2012 zur Bekämpfung des Dopings im Sport.

Was lange währt, wird gut

Wenn es um Anti-Doping geht, arbeitet die DG eng mit der Französischen Gemeinschaft zusammen. Warum? Annähernd alle Sportorganisationen aus der DG nehmen an Wettkämpfen der französischen Sportfachverbände teil. Daher stimmt die DG ihre Vorgehensweise, um Anti-Doping zu bekämpfen, bestmöglich auf die FG ab.

Folglich konnte die DG erst starten, das neue Dekret zu gestalten, als die FG ihres bereits verabschiedet hatte. Und aus diesem Grund waren die DG und Brüssel-Hauptstadt eine gewisse Zeit lang noch nicht konform mit dem neuen Code, d.h., sie hatten den neuen Code noch nicht in geltendes Recht umgesetzt.

Die WADA stellte dies bei ihrer Sitzung vom 18. November 2015 fest. Daraufhin räumte sie der DG und Brüssel-Hauptstadt eine Frist von 4 Monaten ein, um die Situation gesetzlich zu regeln.

Wenn die DG bis zu diesem Datum mit dem WADA-Code nicht konform gewesen wäre, hätte diese schwerwiegende Konsequenzen gehabt:

  • das belgische Dopinglabor in Gent wäre nicht mehr anerkannt gewesen

  • belgische Sportler hätten nicht mehr an internationalen Wettkämpfen teilnehmen können

  • es wäre unmöglich gewesen, internationale Wettkämpfe auf dem belgischen Staatsgebiet zu organisieren