04.07.2019

Pädagogische Mitteilung

ISF Weltmeisterschaft für Schulen in Ultimate Frisbee

Team César-Franck-Athenäum reich an Erfahrung zurückgekehrt

Über 3000 Schüler aus der ganzen Welt sorgten – neben Temperaturen von bis zu 40° - für eine aufgeheizte Stimmung in Frankreich. Was die Kelmiser Jugendlichen alles erlebt haben, können Sie hier nachlesen.

Am 29/06/2019 kehrte die Kelmiser Mannschaft von der Schülerweltmeisterschat in Ultimate Frisbee aus Le Mans/Frankreich zurück. Ihre Trainer Markus Géron und Angèle Bonni sowie die Delegationsleiterin Colette Renardy aus dem Fachbereich Sport des Ministeriums begleiteten sie.

Anreise, Unterbringung, Turnierstart und Eröffnungsfeier

Am 24/06/2019 startete eine Reise der ganz besonderen Art für die 15-köpfige Delegation aus Ostbelgien. Nach einem langen Anreisetag wurde das Team sehr herzlich empfangen und am Universitätsgelände von Le Mans untergebracht.

Bereits am nächsten Morgen eröffneten die Gastgeber Frankreich gegen England das Turnier, parallel trat Ostbelgien gegen Indien an. Es folgten später noch Spiele gegen die Lütticher Mannschaft, Vertreter der FG, Kolumbien und die Slowakei, allesamt Mannschaften aus Pool 2.

In der anderen Gruppe bestritten noch Le Mans, Italien und Spanien die restlichen Begegnungen.
In einem sehr bescheidenen Rahmen fand die Eröffnungsfeier unweit der Universität in einem kleinen Kinosaal statt.

Botschafter der Schülerweltmeisterschaft

  • Aline Mondiot: Bei den Spielerinnen ist sie bekannt unter dem Namen „Rasta“, ein Spitzname den sie ihrer damaligen Frisur zu verdanken hat. Seit dem Alter von 11 Jahren praktiziert sie einen wundervollen Sport, der Ultimate Frisbee heißt. An der Seite ihrer Partnerinnen erlebte sie intensive Gefühle. Zusammen mit ihrer Mannschaft holte sie mehrere nationale und internationale Titel, sie war Trainerin in einigen französischen Vereinen.
  • Stève Bonneau: Seit 2018 gehört Stève dem Royal Montréal/Kanada als professioneller Spieler an. Als einer der Kapitäne bietet er mit seinem Team das ultimative Spiel als Aktivität in der AUDL Amercain Ultimate Disc League an. Er entwickelt Programme für Freizeit- und Leistungssportler, die auf Junioren und Erwachsene zugeschnitten sind. Bonneau gehört der französischen Nationalmannschaft an.

Das ostbelgische Team kam in den Genuss einer Lehrstunde durch die beiden großartigen Spieler. Beide hatten es sich nicht nehmen lassen vorab ein Spiel der Kelmiser anzuschauen und professionell zu analysieren.

Hitzewelle bestimmte Tagesablauf

Bedingt durch die Temperaturen von bis zu 40° und einer „Alerte orange“ stellten die Organisatoren die Tagesabläufe notgedrungen um. Die Spiele vom Nachmittag fanden in den frühen Morgenstunden statt.

Der kulturelle Ausflug, der unter anderem zum “Circuit des 24 heures“ vorgesehen war, wich dem abgeänderten Turnierplan. Dem deutschsprachigen Team war Glück im Unglück beschieden. Es spielte immer in den „frischen“ Morgenstunden.

Begegnung der Nationen

In der Mitte der Woche unterbrach die Begegnung der Nationen die Meisterschaft. Am späten Abend verwandelte sich der nahegelegene Park durch den Aufbau von Zelten zu einem Markt. An zahlreichen Ständen luden die einzelnen Nationen zur Verköstigung von mitgebrachten, landestypischen Spezialitäten ein. Werbefilme sowie Dokumentationsbroschüren lagen bereit.

Auf der Freilichtbühne heizten die Länder durch einstudierte Tänze das ganze Publikum ein. Beim Flashmob blieb dann kein Teilnehmer mehr unbeweglich an seinem Platz.

Finale im großen Stadion von Le Mans

In der großartigen Kulisse des Fußballstadions von Le Mans, mit einem Fassungsvermögen von 25.000 Zuschauern, fanden die Finalspiele statt. 3000 Schülern wirkten dabei mit.

Der Hallensprecher, das Livestreaming übers Internet und der professionelle Ablauf der Spiele flößten den Spielern gehörigen Respekt ein. Das Kelmiser Team unterlag Italien im Kampf um den 9. und 10. Platz.

Abschlusszeremonie

Im Anschluss an das letzte Finalspiel ging es in eine in der Nähe liegende Sporthalle. Der Bürgermeister von Le Mans bedankte sich bei den Organisatoren und etwa 200 Ehrenamtlichen, die die ISF Schülerweltmeisterschaft während einer Woche unterstützt hatten.

Zahlreiche Tanzgruppen aus den umliegenden Schulen bereicherten die Zeremonie mit ihren Darbietungen. Mehrere Persönlichkeiten aus der Stadt nahmen die Siegerehrung vor. 1. Frankreich, 2. England, 3. Slowakei, 4. Indien, 5. Le Mans, 6. Kolumbien, 7. Spanien, 8. Belgien Französische Gemeinschaft, 9. Italien, 10. Belgien Deutschsprachige Gemeinschaft.

Der Fairnesspreis wurde an Frankreich vergeben, jedoch reichte die französische Mannschaft den Preis an Indien weiter. Der Preis „le coupe du coeur“ erhielten die Kolumbianer. Die Meisterschaft wurde offiziell für beendet erklärt und der einstudierte Flashmob leitete das Ende der Feier ein.

Fazit der Reise

Aus einigen Probeeinheiten am César-Franck-Athenäum wurde ein Ultimate Team. Aus den anfänglichen Trainingsstunden wurde ein straffes Trainingsprogramm, das zur Teilnahme führte.

Bei der Rückkehr baten alle Schüler um ein Weiterbestehen der Mannschaft. Einige Teilnehmer, die zu einem Auslandsjahr aufbrechen, haben sich bereits nach Ultimate-Mannschaften im Zielland erkundigt.

Delegation

 

Die ostbelgische Delegation stellte sich wie folgt zusammen:

Joé Adler, Iwan Bodelier, Kay Henning, Joshua Ligges, Lucas Meessen, Liam Nyssen, Tillmann Roth, Tessa Dahmen, Charlotte Huynen, Amelie Langen, Tara Röll, Harjot Singh. Angèle Bonni und Markus Géron, beide Sportlehrer am CFA Kelmis.

 

Colette Renardy, Delegationsleiterin, aus dem Fachbereich Sport des Ministeriums.

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