Schulsport: ISF-Weltmeisterschaft

César-Franck-Athenäum Kelmis nimmt an Ultimate-Frisbee-WM teil

Eine Premiere: Ende Juni findet zum ersten Mal eine internationale Schulsportmeisterschaft in dieser Sportart statt. Ostbelgische Schüler treten ebenfalls in Le Mans (Frankreich) an.

Was sich hinter der neuen Sportart verbirgt

Ultimate oder Ultimate Frisbee ist ein wettkampforientierter, weitgehend berührungsloser Mannschaftssport. Die Spieler nutzen eine 175 g schwere Kunststoffwurfscheibe. Ursprünglich von amerikanischen Studenten erfunden, erfreut sich Ultimate heute auch international zunehmender Beliebtheit. Regelüberschreitungen handeln die betroffenen Spieler untereinander aus.

Ostbelgische Schüler gehen an den Start

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Das Cesar Franck Athenäum Kelmis hat sich mit einer gemischten Mannschaft für die internationale Schulsportbegegnung angemeldet. Vom 24. bis 29.Juni 2019 gehen in Le Mans/Frankreich fünf Mädchen und sieben Jungen aus der Sekundarschule an den Start.

Hierbei handelt es sich im wahrsten Sinne um ein echtes Schulsportprojekt, da die Kelmiser Mannschaft im Gegensatz zu den meisten der anderen Teilnehmer ausschließlich aus Schülern besteht. Bis vor einem Jahr hatte noch keiner der Jugendlichen Erfahrung in dieser Sportart.

Markus Géron, Initiator des Projektes, und Angèle Bonni, beide Sportlehrer am CFA, haben viel Zeit investiert, um ein Team zu bilden und zu formen. Gemeinsam mit ihren Schülern haben sie unzählige Trainingseinheiten an Mittwochnachmittagen eingelegt. Sie haben ein Freundschaftsspiel gegen die Schülerkollegen aus dem wallonischen Landesteil organisiert.

Delegation

 

Die ostbelgische Delegation stellt sich wie folgt zusammen:

 

Joé Adler, Iwan Bodelier, Kay Henning, Joshua Ligges, Lucas Meessen, Liam Nyssen, Tillmann Roth, Tessa Dahmen, Charlotte Huynen, Amelie Langen, Tara Röll, Harjot Singh. Angèle Bonni und Markus Géron, beide Sportlehrer am CFA Kelmis. Colette Renardy, Delegationsleiterin, aus dem Fachbereich Sport des Ministeriums.

Ministerium ist mit von der Partie

Wie immer ist das Ministerium, genauer gesagt der Fachbereich Sport, verantwortlich für die Teilnahme von ostbelgischen Schulmannschaften an den ISF-Veranstaltungen. Es koordiniert den gesamten Ablauf und stellt den Delegationsleiter.

Interessierte Schulen entwickeln im Vorhinein spezifische Trainingsprogramme und reichen sie beim Fachbereich Sport ein. Die Trainer garantieren eine intensive Vorbereitung auf die Meisterschaft.

Indem eine Schulmannschaft sich einschreibt, ist die finanzielle Unterstützung der Deutschsprachigen Gemeinschaft gesichert.

Die ISF stellt sich vor

Die ISF als internationale Föderation vereint alle offiziellen Schulsportorganisationen ihrer mittlerweile über 100 Mitgliedsländer. Sie organisiert internationale Schulsportwettkämpfe für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren in verschiedenen Sportarten und fördert den Kontakt unter den Schülern, damit sie sich gegenseitig verstehen und kennenlernen.

Seit ihrer Gründung erkannten zahlreiche nationale und internationale Behörden und Organisationen die ISF an. Heute ist sie ein weltweiter Verband, vertreten auf fünf Kontinenten, und spielt eine wichtige Rolle unter den internationalen Sportverbänden.

Das Motto für Schulsportveranstaltungen lautet „Begegnung – Bewährung – Begeisterung“. Was genau steckt dahinter?

  • sportliche und kulturelle Begegnung von Sportlern und Begleitern verschiedener Nationen
  • Bewährung im sportlichen Wettkampf
  • Begeisterung für Alles, was mit ISF Events einhergeht

Ostbelgien ist fest mit der ISF verbunden

Seit der ISF Gründung im Jahre 1972 haben ostbelgische Mädchen und Jungen an unzähligen Schülerweltmeisterschaften teilgenommen. In erster Linie starteten sie in den Sportarten Orientierungslauf, Crosslauf, Tennis, Handball und Ski.

Fünfmal war Ostbelgien selbst Organisator von ISF Schüler Weltmeisterschaften:

  • 1993 Orientierungslauf
  • 1997 Tischtennis
  • 2002 Badminton
  • 2004 Orientierungslauf
  • 2009 Tennis

Das Ministerium ist in den internationalen ISF-Gremien vertreten. Kurt Rathmes ist seit 1997 dabei und zudem aktives Mitglied in der Technischen ISF-Kommission für Handball. Norbert Kever fungierte von 2002 bis 2018 als Exekutivdirektor bei der ISF.